Gedeckte Güterwagen weiter unten Verbandsbauart Gml nach MB A2
   
 
Gml / Gm nach Musterblatt pr. II b 3, wenig später nach pr. II d 8 (K.P.E.V.) ohne Bremse
späterer G Hannover/ G Stettin oder G 02
gebaut ab 1891 bis ca. 1918, eingesetzt bis ca. 1963
Musterblatt pr. II b 3 Musterblatt pr. II d 8
Der Wagen wurde über einen Zeitraum von fast 30 Jahre für die Direktionen der preußischen Staatsbahn, der preußisch-hessischen Staatsbahn und der Reichseisenbahn Elsaß-Lothringen gebaut. Er wurde zunächst nach Musterblatt pr. II b 3, dann nach Musterblatt pr. II d 8 gebaut, ab ca. 1910 der Verbandsbauart A 2 angeglichen und ab dann auch bei anderen 'Länderbahnen' eingestellt (Beispiel - BADEN 22507 Gm).
G-02-07  
 
So wurden zum Beispiel die Türen, die Anbringung der Aufstiegstritte, die Luken und Lüfter und ab etwa 1906 auch die Achshalter geändert.
Besonders auffällig sind die Anordnungen der Binderinge in unterschiedlichen Reihen, je nach Bedarf und Vorstellung.
Entsprechend der Vereinheitlichungen des Verbandes kamen ab 1909 noch weitere Änderungen hinzu, wie zum Beispiel die Reduzierung der Aufstiegstritte zu den Signalhaltern.
Alle diese kleinen oder größeren Unterschiede lassen sich mit dieser Bausatzfamilie nachbauen. Die Untergestelle können mit Fachwerkachshaltern oder mit Pressblechachshaltern und mit preußischen- oder Verbands-Achslagern ausgerüstet werden.

Zu DB-Zeiten erhielten die Waggons Endfeldverstärker und manch ursprünglich gebremster Waggon wurde zurückgebaut, verlor das Bremserhaus und die gesamte Bremsanlage. Auch diese Spielarten lassen sich mit den vorhandene Bauteilen nachbauen, da die entsprechenden Profile, das verlängerte Untergestell und die geänderte Stirnwand auch vorhanden sind.

 
Ich denke, mit dem Vorhandenen lässt sich schon eine ganze Menge anfangen.

Sie können sich also nach der Literatur oder nach Bildern und Postkarten Ihr Wunschmodell zusammenstellen lassen.

Sollten Sie bei der Vielzahl der Möglichkeiten Rat brauchen oder haben Sie eine bestimmte Abbildung im Sinn, sprechen Sie mich bitte an.

Machen Sie bitte mindestens einen Vermerk in der Bestellung. Ich werde sicherlich einen entsprechenden Bausatz zusammenstellen können.

oder wie hier z.B. - als G 02 (DB) nach MB II d 8 (ohne Bremserhaus), mit mechanischer Verbands-Bremsanlage und Kunze-Knorr-Druckluftbremse oder alternativ mit Westinghouse Druckluftbremse (bitte extra vermerken), ohne Spindel und Hornwelle
G-21-14

Foto: Wolfgang Sorger

Nun die gebremste Version des preußischen II d 8, hier im Erscheinungsbild der Deutschen Reichsbahn mit Kunze-Knorr-Druckluftbremse.
 

während der Bauphase

Der Modellbausatz kann natürlich auch in der ursprünglichen Form für Epoche I ohne Druckluftbremse oder mit Westinghouse-Bremse zusammengestellt werden, darüber hinaus auch als DB-Version mit gekürztem Bremserhaus und Endfeldverstärkungen.
Wegen der zahlreich ergänzten Bauteile, werde ich die Ätzvorlagen neu zusammen fassen. Interessierte können sich aber gerne per Email vormerken lassen.
 
 
Gml / Gm nach Verband-Musterblatt A2, 3. Auflage sowie Blatt B11b, 2. Auflage vom Februar 1922.
späterer Kassel, München und Karlsruhe oder G 10, mit und ohne Bremse
gebaut ab ca. 1910, eingesetzt bis ca. 1976
 
 

Ich habe mit dieser Bausatzentwicklung sehr lange gewartet, da ich annahm das dieser Wagentyp von anderer Seite angedacht ist und vielleicht auch als Modell gebaut würde. Nun scheint das nach vielen Jahren nicht mehr der Fall zu sein.

Da für meinen O Halle diverse Bauteile des Fahrgestells, gegossene und gezeichnete, schon existierten lag es auf der Hand dann doch diesen Wagen ins Modell umzusetzen. 

 

 
Es ist ein Bausatz entstanden, der so viele Details wie möglich, quer durch alle Modellbahnepochen beinhaltet.

Die von Stefan Carstens, in Band 1 - Güterwagen, veröffentlichten Details, brauche ich hier sicher nicht zu wiederholen.

Zusätzlich  gibt es glücklicherweise Wagen dieses Typs, restauriert oder nicht, in einigen Museen, so daß zusätzlich zahlreiche Fotos zur Analyse zur Verfügung standen.

Beispielsweise – in der Reichsbahnzeit wurden die Knotenbleche des Fahrwerks ergänzt und geändert, die Stirnwandprofile (flaches U) zuerst senkrecht gestellt und später durch I-Profile ersetz; zu DB-Zeiten die Bremserhäuser gekürzt, ergänzt durch einen Kurbelkasten - usw. usw.

Es gibt also diverse Möglichkeiten sich ein sehr individuelles Modell zusammen zu stellen, am besten nach bildlicher Vorlage. Der mögliche Ausbau mit Kunze-Knorr oder Westinghouse Druckluftbremse ist  ebenso möglich.

Dennoch, es mag Reparaturen gegeben haben, die ich nicht kenne und folglich nicht berücksichtigen konnte. 

Entgegen früherer Überlegungen und Versuchen werden wie sonst bei meinen Modellen wieder nur 2 Blechstärken verwendet - 0,3 mm für Böden und Dach und wo sonst noch nötig und 0,2 mm für das Fahrwerk.

Insgesamt entstanden so einige hundert Bauteile in 30 bis 35 Baugruppen, verteilt auf ca. 3 halbe DIN A 4 (100 x 300 mm) Bleche.  Die Baugruppen sind im Blech nummeriert und erklärend beschriftet und werden in der Bauanleitung angesprochen.

 
G-12-12 Gml nach MB A 2, ursprüngliche Ausführung ungebremst
G-13-12 Gml nach MB A 2, , ursprüngliche Ausführung gebremst mit altem Bremserhaus und der mechanischen Bremsanlage mit Spindel und Hornwelle, ohne Druckluftbremse
G-20-12 Gml nach MB A 2, mit kurzem Bremserhaus, und der mechanischen Bremsanlage mit Spindel und Hornwelle.
  Dazu zur Auswahl folgende Baugruppen.
W-02-08 Verband/DRG - Leitungskupplung
W-05-08 Kunze-Knorr Druckluftbremse
WB-01-15 Westinghouse Druckluftbremse
 

Entgegen meinen Gewohnheiten zuerst preußische Modelle zu bauen, habe ich mich entschlossen für ein Fremo87-Treffen einen sehr ungewöhnlichen, ungebremsten DB Leitungswagen zu bauen.

 
 

Foto: Wolfgang Sorger

Dieses Modell entstand nach einem Vorbildfoto, ursprünglich wohl mal im EK veröffentlicht.
Abbildungen von ungebremsten G 10 sind sehr selten und mit Speichenrädern so gut wie einmalig. Vielleicht hat der Wagen ja mal einen längeren Auslandsaufenthalt in Frankreich oder Benelux überstanden.